Anlageprodukte (Fonds, Aktien, Anleihen): Übungsfragen

6 Übungsfragen aus diesem Kapitel der IHK-Sachkundeprüfung §34f GewO — nicht der ganze Katalog, sondern eine Auswahl zum Reinschnuppern.Im vollen Katalog stehen 3067 Fragen bereit.

6 Beispiel-Fragen aus diesem Kapitel

Die Antworten siehst du zur Orientierung — die Auswertung und die richtige Lösung gibt es im interaktiven Quiz nach der Registrierung.30 Fragen kannst du dort kostenlos testen.

1.Was versteht man unter dem Sondervermögen eines offenen Investmentfonds (OGAW)?

Eine Antwort ist gesucht:

Das Fondsvermögen, das rechtlich vom Vermögen der KVG getrennt ist und bei deren Insolvenz nicht in die Insolvenzmasse fällt.
Das gesamte von der Kapitalverwaltungsgesellschaft verwaltete Vermögen einschließlich aller von ihr aufgelegten Fonds.
Der Teil des Fondsvermögens, der nach dem KAGB ausschließlich institutionellen und semiprofessionellen Anlegern vorbehalten ist.
Das gesetzliche Mindestkapital einer Kapitalverwaltungsgesellschaft, das mindestens 300.000 € betragen muss.
2.Wie wird der Nettoinventarwert (NAV) eines Investmentfondsanteils berechnet?

Eine Antwort ist gesucht:

Börsenkurs des Fonds dividiert durch die Anzahl der ausgegebenen Anteile; bei einem Fonds mit Börsennotiz (ETF) entspricht der NAV dem täglich veröffentlichten Börsenschlusskurs, der direkt durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird
Gesamtwert aller Vermögensgegenstände des Fonds abzüglich der Verbindlichkeiten, dividiert durch die Anzahl der umlaufenden Anteile.
Summe der Einzahlungen aller Anleger seit Fondsauflage, dividiert durch die Gesamtlaufzeit des Fonds in Jahren; dieser historische Durchschnittswert gibt an, wie viel jeder Anleger rechnerisch pro Haltejahr investiert hat
Summe aller Ausschüttungen der letzten 12 Monate dividiert durch die Anzahl der umlaufenden Anteile; die NAV-Berechnung nach §168 KAGB berücksichtigt damit ausschließlich die erzielten Erträge ohne den Kapitalstock des Fonds einzubeziehen
3.Ein Anleger kauft Anteile eines offenen Aktienfonds zum NAV von 100 € mit einem Ausgabeaufschlag von 5 %. Zu welchem Preis erwirbt er die Anteile?

Eine Antwort ist gesucht:

95,00 €
100,00 €
105,00 €
110,00 €
4.Was kennzeichnet einen Exchange Traded Fund (ETF) im Vergleich zu einem aktiv verwalteten Investmentfonds?

Mehrere Antworten können zutreffen:

ETFs bilden in der Regel einen Index passiv nach und weisen dadurch eine geringere laufende Kostenquote (TER) auf.
ETFs werden fortlaufend an der Börse gehandelt, sodass der Kauf und Verkauf zu Börsenzeiten jederzeit möglich ist.
ETFs unterliegen keiner Aufsicht durch die BaFin, da sie keine klassischen Investmentfonds sind.
ETFs garantieren dem Anleger stets eine Rendite oberhalb der Benchmarkrendite des nachgebildeten Index.
5.Was beschreibt der Tracking Error eines ETF?

Eine Antwort ist gesucht:

Die jährliche Verwaltungsgebühr des ETF, die laufend dem Fondsvermögen belastet wird (Total Expense Ratio).
Die Abweichung der ETF-Wertentwicklung von der Wertentwicklung des nachgebildeten Index über einen bestimmten Zeitraum.
Den maximalen Wertverlust des ETF vom Hoch- zum Tiefpunkt innerhalb eines definierten Betrachtungszeitraums.
Die Spanne zwischen An- und Verkaufskurs des ETF an der Börse (Geld-Brief-Spanne) während des Handelstages.
6.Welche Aussagen zur Stammaktie und zur Vorzugsaktie sind korrekt?

Mehrere Antworten können zutreffen:

Stammaktionäre besitzen in der Regel ein Stimmrecht auf der Hauptversammlung, Vorzugsaktionäre hingegen üblicherweise nicht.
Vorzugsaktionäre erhalten häufig eine bevorzugte (höhere oder vorrangige) Dividende gegenüber Stammaktionären.
Vorzugsaktionäre haben stets ein höheres Stimmrecht als Stammaktionäre.
Stammaktien und Vorzugsaktien werden in Deutschland ausschließlich außerbörslich gehandelt.

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